Washington/Berlin - US-Präsident Donald Trump hat Landwirtschaftsminister Sonny Perdue angewiesen, 9,5 Millionen Hektar im Tongass National Forest vom Abholzungsverbot auszunehmen. Das jedenfalls schreibt die „Washington Post“. Das Blatt beruft sich dabei auf ein Gespräch des Präsidenten mit Alaskas Gouverneur Mike Dunleavy an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One.

Eine Bestätigung für die Information liegt noch nicht vor. Laut „Washington Post“ würde die Entscheidung mehr als die Hälfte des weltweit größten intakten Regenwaldes gefährden und dort nach der Abholzung unter anderem Bergbau- und Energie-Projekte ermöglichen.

Gebiet ist kommerziell interessant

Während der Amtszeiten von Bill Clinton und George W. Bush hatte es immer wieder Versuche einer kommerziellen Nutzung des Gebietes gegeben. Es gilt als ökologisch wertvoll und ist touristisch interessant, unter anderem weil es vielen Tierarten einen Lebensraum bietet.

Trump scheint mit der Entscheidung eine ähnliche Politik zu verfolgen wie sein brasilianischer Amtskollege Jair Bolsonaro, mit dem er sich auch sonst gut versteht, mit Blick auf den Amazonas-Regenwald. Dort brennt es derzeit nahezu flächendeckend. Ursache sind augenscheinlich vielerorts Brandstiftungen, die auf geschäftliche Interessen zurückgehen.

Hunderte neue Feuer im Amazonas ausgebrochen

Weltweit herrscht angesichts dessen Entsetzen; es gibt entsprechende Proteste. Die Amazonas-Regenwälder gelten als essenziell für den Klimaschutz. (RND)