Der Gipfel der beiden Präsidenten Joe Biden und Wladimir Putin ist in Genf nach fünf Stunden zu Ende gegangen. Die Präsidenten der USA und Russlands haben sich mit einer Reihe von Konflikten befasst. So stand der Krieg in Syrien auf dem Programm, ebenso der weiter schwelende Konflikt in der Ukraine. Außerdem wurde über Libyen, Afghanistan, Korea und Berg Karabach gesprochen.

Nach monatelangen Spannungen kehren die zwischenzeitlich abgezogenen Botschafter Russlands und der USA an ihren jeweiligen Einsatzort zurück. „Sie werden an ihren Arbeitsplatz zurückkehren“, sagte der russische Staatschef Wladimir Putin am Mittwoch nach seinem Gipfeltreffen mit US-Präsident Joe Biden in Genf. Das Gespräch mit Biden sei „konstruktiv“ verlaufen.

In einer ersten Runde kamen Biden und Putin zu einem Vier-Augen-Gespräch zusammen, bei dem nur die Außenminister Sergej Lawrow und Anthony Blinken sowie die Übersetzer anwesend waren. Das Gespräch dauerte länger als erwartet und war nach etwa einer Stunde und 45 Minuten beendet. Das gesamte Meeting soll nach Angaben aus Washington und Moskau bis zu vier oder fünf Stunden dauern.

In einer zweiten Runde kamen Biden und Putin nach einer Pause mit einem erweiterten Kreis ihrer Delegationen zusammen. Daran nahmen von russischer Seite Lawrow, der russische Botschafter in Washington, Anatoli Antonow, Generalstabschef Waleri Gerassimow und der Vizechef der Präsidialverwaltung, Dmitri Kosak, der auch für den Ukraine-Konflikt zuständig ist, teil. Auch Putins Sonderbeauftragter für Syrien, Alexander Lawrentjew, war dabei, ebenso Kreml-Sprecher Dimitri Peskow. 

Auf US-Seite nahmen an der zweiten Gesprächsrunde neben Biden und Blinken auch der Nationale Sicherheitsberater Jake Sullivan, Unterstaatssekretärin Victoria Nuland, Russlandberater Eric Green und der US-Botschafter in Moskau, John Sullivan, teil.

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Die nächste Verhandlungsrunde hat begonnen, diesmal in größerem Rahmen.

Putin sagte zu Beginn der Gespräche zu Biden laut der staatlichen Nachrichtenagentur TASS: „Herr Präsident, ich möchte Ihnen für Ihre Initiative des heutigen Treffens danken. Ich weiß, dass Sie eine lange Reise hatten, viel Arbeit. Trotzdem haben sich in den russisch-amerikanischen Beziehungen viele Themen angesammelt, die eine Diskussion auf höchster Ebene erfordern. Ich hoffe, dass unser Treffen produktiv sein wird.“

Biden sagte laut CNN, er strebe eine „vorhersehbare und rationale“ Beziehung zu Russland an und verwies auf die USA und Russland als „zwei Großmächte“. „Ich denke, es ist immer besser, sich von Angesicht zu Angesicht zu treffen, herauszufinden, wo wir gemeinsames Interesse haben, und zu kooperieren“, sagte Biden.