Berliner Zeitung: Herr Vogel, aktuell zahlt ein gesetzlich versicherter Arbeitnehmer in der Regel 18,6 Prozent seines Bruttolohns in die gesetzliche Rentenversicherung. Sie wollen diesen Anteil auf 16,6 Prozent begrenzen und die verbleibenden zwei Prozent verpflichtend in Aktien investieren. Warum streben Sie diesen Umbau der ersten Säule an?

Johannes Vogel: Wir wollen in der ersten Säule den Umlageanteil, der auch künftig und dauerhaft der weit größere bleiben wird, um eine gesetzliche Aktienrente ergänzen, die erste Säule also auf zwei Fundamente stellen. Uns geht es darum, dass die Rente für alle Generationen stabil und für die ganze Gesellschaft fair ist. Sowohl die Renten als auch die Staatsfinanzen werden dadurch langfristig stabilisiert. Das zeigt das Beispiel Schweden, das diesen Weg bereits in den 1990er-Jahren gegangen ist. Zweitens sorgen wir so dafür, dass der Sinkflug des Rentenniveaus in der ersten Säule gestoppt wird. Langfristig steigt das Versorgungsniveau wieder. Das ist ein Thema, das gerade für Geringverdiener wichtig ist, die überproportional von unserem Konzept profitieren würden. Das hat die Studie des renommierten Bochumer Finanzwissenschaftlers Martin Werding über unser Konzept der gesetzlichen Aktienrente gezeigt.

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