Die Beziehungen zwischen Deutschland und Russland sind besondere. Geprägt wurden und werden sie durch Machtansprüche und durch die wechselvolle Geschichte. Das Verhältnis ist in den vergangenen zwei Jahrzehnten mehr und mehr erkaltet. Deutschland gehört zu den Befürwortern von Wirtschaftssanktionen gegen das Russland von Präsident Wladimir Putin. Angesichts des massiven Drangsalierens der Opposition durch den Kreml an diesem Wochenende in Moskau stellt sich jedoch die Frage erneut: Wie soll man mit Russland reden, wie reagieren auf Gewalt und Einschüchterungen?

Bei aller Kritik am Vorgehen von Sicherheitskräften und Behörden gegen die Demonstranten in Moskau: Die Ablehnung von Sanktionen gegen Russland ist vor allem in Ostdeutschland, das traditionell einen etwas anderen Blick auf die ehemalige Besatzungsmacht Sowjetunion hat, ausgeprägt. In diesem Herbst stehen in den drei ostdeutschen Bundesländern Brandenburg, Sachsen und Thüringen Landtagswahlen an – und alle drei Ministerpräsidenten lehnten gegenüber der Berliner Zeitung die Russland-Sanktionen ab.

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