Ich weiß noch, wie damals der Kollege bei der Mitteldeutschen Zeitung beerdigt wurde – in Wittenberg, wo ich Lokalredakteur war. Der herzenswarme Fußballfan war früh gestorben, an Krebs glaube ich. Und nun standen wir im Eingang der überfüllten Dorfkirche, und es erklang das „We are the champions“ von Queen. Nicht dass ich etwas gegen das Lied gehabt hätte. Doch in diesem Augenblick schien es mir so trostlos wie irgendwas. Denn statt über das Leben hinaus zu weisen, war es diesem Leben entnommen. Der Tod war nicht eingebettet in eine transzendente, gar christliche Erzählung. Er blieb profan. Erde statt Himmel. So ist es immer öfter. In Ost und West.

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