Omikron sorgt seit seinem Auftreten vor wenigen Tagen für Verunsicherung bei Wissenschaft, Politik und Gesundheit. Die Frage ist, ob „Tests, Impfstoffe und zugelassene sowie in der Zulassung befindliche Medikamente ihre Sensitivität und Wirksamkeit gegenüber dieser neuen Virusvariante beibehalten“, wie der Pharmahersteller GlaxoSmithKline (GSK) in einer Mitteilung analysiert. Das Unternehmen führt seit einiger Zeit in-vitro-Untersuchungen zum monoklonalen Antikörper Sotrovimab durch.

Dieser Antikörper befindet sich im EMA-Zulassungsverfahren. Im Umfeld des Unternehmens rechnet man damit, dass das Medikament noch in diesem Winter die Zulassung erhalten könnte. Laut GSK hat das Medikament einen entscheidenden Vorteil gegenüber den aktuell verwendeten Medikamenten und Impfstoffen - obwohl Omikron erst seit kurzem bekannt ist: „Die ersten Ergebnisse weisen darauf hin, dass der monoklonale Antikörper seine Aktivität auch gegenüber der neuen Virusvariante beibehält.“ Dies sei das Ergebnis der laufenden, umfassenden klinischen Tests.

Sotrovimab ist ein gegen SARS-CoV-2 gerichteter Antikörper zur frühzeitigen Behandlung jugendlicher und erwachsener nicht-sauerstoffpflichtiger COVID-19-Patienten (ab 12 Jahren und einem Körpergewicht von mindestens 40 kg) mit erhöhtem Risiko für einen schweren Verlauf.

Die monoklonalen Therapien werden seit kurzem auch in speziellen Berliner Praxen und Kliniken angeboten.