Alaska - Wissenschaftler stehen vor einem Rätsel: Immer mehr Wale stranden an der südlichen Küste Alaskas. Seit Mai sind die Zahlen dramatisch angestiegen. Wie die Nationale Ozean- und Atmosphärenverwaltung (National Oceanic & Atmospheric Administration) mitteilte, sind elf Finnwale, 14 Buckelwale, ein Grauwal und vier weitere Wale im Küstengebiet und auf vorgelagerten Inseln gestrandet.

Im vergangenen Jahr seien es insgesamt lediglich fünf Wale gewesen. Die Meeresforscher haben bisher keine Erklärung für das Stranden der Wale.

Eines der toten Tiere haben die Wissenschaftlern inzwischen untersucht. Die übrigen 29 Kadaver können durch die schwierigen Bedingungen in Alaska bisher nicht erreicht werden.

Algen oder Fukushima als Auslöser?

Die Experten sind sehr besorgt wegen des rätselhaften Phänomens. Für die Ursache gibt es verschiedene Erklärungsversuche: Eine toxische Algenblüte könnte eine Rolle spielen, bisherige Teste hätten dies jedoch nicht bestätigt. Selbst eine Verstrahlung durch das Atomunglück in Fukushima wurde zwischenzeitlich diskutiert, dann jedoch für unwahrscheinlich erklärt. Dennoch sollen die Walleichen darauf getestet werden. Bis die Ursache bestimmt werden kann, könnte es noch Monate dauern, schätzen die Experten.

Es ist das erste Mal, dass in Alaska ein derartiges Massensterben von Walen beobachtet worden ist.