Symbolbild: Eine alte Zisterne in Loutraki. In der Nähe der Touristenstadt war es erst im Mai zu einem tödlichen Unfall gekommen.
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Berlin/AthenSie suchten nach einem vermeintlichen Schatz und tappten in eine tödliche Falle: Drei Griechen starben in der Nacht zum Donnerstag in einem Brunnen. Der Unglücksort lag in einem Wald im Norden der griechischen Hauptstadt Athen. Feuerwehr und Polizei bestätigten das Unglück, dessen genaue Umstände noch geklärt werden müssen. Auch die Todesursache ist noch nicht bekannt.

Es scheint aber klar zu sein, was den Unfall verursacht hat: Der Staatsrundfunk ERT berichtet, die Männer seien offenbar an den Abgasen eines Generators gestorben, den sie einsetzten, um den Brunnen zu beleuchten. Andere Mitglieder der Schatzsuchergruppe, die draußen geblieben waren, alarmierten die Feuerwehr. Diese konnte aber nur die Leichen der drei Männer bergen.

„Sie suchten wohl nach einem Schatz“, sagte der Bürgermeister der Region, Spyros Vrettos, im Staatsradio. In zahlreichen Regionen Griechenlands machen seit Jahrzehnten Gerüchte über angebliche Schätze die Runde. Diese sollen in den meisten Fällen aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs stammen. Partisanen oder deutsche Besatzer sollen die Schätze vergraben haben, um sie sich später zu holen. 

Video vom Unglücksort im Mai in der Nähe von Loutraki.

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Erst im Mai dieses Jahres war eine kleine Grotte zur tödlichen Falle für vier Griechen geworden, die auf der Suche nach Goldmünzen waren. In der Nähe der Touristenstadt Loutraki waren auch diese Männer wohl an den Abgasen eines Generators gestorben, den sie benutzten, um die rund 50 Meter lange Höhle zu beleuchten.

Aus Kreisen der Feuerwehr hieß es, die vier Männer hätten den fatalen Fehler gemacht, den Generator am Eingang der Höhle zu positionieren. Dadurch zogen die Abgase ins Innere und vergifteten die vier Schatzsucher. Die kleine Grotte, in der die Männer verunglückten, wurde im Zweiten Weltkrieg als eine Art Bunker genutzt. Den Gerüchten nach sollen angeblich Partisanen dort einen Goldschatz vergraben haben. (mit dpa)