Griechenland-Krise: Athen will vom Euro-Krisenschirm 1,2 Milliarden Euro zurück

Brüssel - Zwischen dem pleitebedrohten Griechenland und dem Euro-Rettungsschirm EFSF gibt es ein neues Tauziehen um 1,2 Milliarden Euro. Laut Informationen der griechischen Zeitung „Kathimerini“ macht Athen geltend, es habe zu viel geparktes Hilfsgeld für die Bankenrettung an den Euro-Krisenfonds in Luxemburg zurückgezahlt. Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem habe den EFSF gebeten, den Sachverhalt zu prüfen, teilte ein Sprecher der europäischen Finanzinstitution am Dienstag mit.

Nach dem Willen des Niederländers solle das Thema auch im Vorbereitungsgremium der Euro-Finanzminister bald behandelt werden. Dort sind die Staatssekretäre der 19 Euroländer vertreten. Es gehörte zu der Grundsatzvereinbarung der Eurogruppe vom 20. Februar, dass die nicht benutzten Hilfen für die Sanierung und Abwicklung von Krisenbanken von 10,9 Milliarden Euro an den EFSF zurückgegeben werden. Dies geschah auch tatsächlich.

Nachträglich stellten die griechischen Behörden jedoch fest, dass sie 1,2 Milliarden Euro hätten abziehen müssen, weil Hilfen insbesondere für kleinere Banken geflossen waren. Laut Zeitung ist die gewünschte Rückführung des Betrages nicht einfach, da sie in den Zusammenhang der Verhandlungen Griechenlands und seiner Geldgeber um die Auszahlung verbliebener Hilfen aus dem verlängerten Hilfsprogramm gehöre. (dpa)