Es war ein Sonntag im November, vor mir lag der blaue Pazifik. Eine Einladung vom „Weltverband der Journalistinnen“ hatte mich 2008 nach Santiago geführt. Auf dem Programm stand auch ein Ausflug nach Valparaiso, Chiles historischer Hafenstadt. Da ich seekrank werde, ließ ich die anderen die Hafenrundfahrt machen und blieb am Kai zurück.

So saß ich da, der Himmel war wolkenlos, die Möwen schrien, und leise schwappten die Wellen an die Mauer. Nach einer Weile kam ein Hafenarbeiter auf mich zu, legte mir freundlich die Hand auf die Schulter und fragte, wo ich herkomme. Wir wechselten ein paar Sätze, dann musste er weiter. Zum Abschied drückte er mich, hob den Daumen hoch und sagte unvermittelt: „Allende. Si!“

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