Berlin - Wussten Sie, dass FDP und Grüne ein sogenanntes Transsexuellengesetz planen? Demnach könnte es künftig selbst 14-Jährigen erlaubt sein, hormonelle und operative Eingriffe an ihrem Körper vornehmen zu lassen – nach einer Beratung, jedoch, falls nötig, gegen den Willen ihrer Eltern. Unglaublich! Aber lesen Sie selbst: Drucksache des Deutschen Bundestags 19/19755 (Grüne, gez. Katrin Göring-Eckardt, Dr. Anton Hofreiter) und Drucksache 19/20048 (FDP, in den Formulierungen etwas milder, gez. Christian Lindner).

Falls dieses Gesetz jemals in Kraft treten sollte, dürften wir alle beim Standesamt vorsprechen und Geschlecht und Namen ändern lassen. Aber nicht nur einmal, was heute schon möglich ist und wofür es im Fall von Erwachsenen respektable Gründe gibt. Deshalb schrieb ich sehr anerkennend über Oberstleutnant Anastasia Biefang. Anders als Bundeswehroffizierin Bifang könnten wir nach dem Plan der Grünen künftig einmal jährlich unsere geschlechtliche Identität oder unsere identitäre Nichtgeschlechtlichkeit neu bestimmen. Denn Paragraf 45b Abs. 5 des Personenstandsgesetzes soll künftig so lauten: „Eine erneute Erklärung der Geschlechtsangabe und Vornamensführung kann frühestens ein Jahr nach Rechtskraft der vorangegangenen Erklärung abgegeben werden.“

All das kann nach grün-gelber Ansicht völlig unabhängig von unseren äußeren Geschlechtsmerkmalen geschehen. Ich könnte mich also ohne jeden operativen oder hormonellen Eingriff als Frau Gottfreda Maria Aly beim Standesamt eintragen lassen, anschließend die stets angenehm wenig frequentierte Frauensauna aufsuchen, die Frauenquote in einem Aufsichtsgremium heben und spezielle Programme zur Frauenförderung in Anspruch nehmen.

Wenn ich dann, so wie ich nun mal bin, nämlich im Adamskostüm, wie man früher sagen durfte, die Frauensauna betreten werde und irgendeine Busentragende kreischt: „Verschwinden Sie bitte, aber sofort, mein Herr!“ Dann soll sich diese Saunierende warm anziehen. Denn nach Paragraf 7 des sogenannten Selbstbestimmungsgesetzes „kann mit einer Geldbuße bis zu 2500 Euro“ belegt werden, wer sich „fahrlässig“ auf meine „vorherige Geschlechtszuordnung bezieht“. Die FDP wünscht in Paragraf 13 dasselbe Strafgeld, falls ich mich diskriminiert fühle.

Die grünen und gelben Gesetzesschmied*innen, wie Petra Gerster mit ihrem „gendergerechten“ ZDF-Schluckauf sagen würde, betrachten das Wort Geschlecht als verwerfliches „binäres Konstrukt“ vergangener Zeiten. Im Sinne dieser Weltanschauungspolitik wird Robert Habeck als Spitzenkandidatin der Grünen antreten. Da sich Annalena Baerbock weiterhin als Frau fühlt, verfügen die Grünen dann über eine weibliche Doppelspitze.

Der Trumpismus, also die Lehre von den „alternativen Fakten“, marschiert nun auch im bürgerlichen Deutschland: Zu den Corona-Leugner*innen, Reichsbürger*innen, Impfhysteriker*innen und Verschwörungstheoretiker*innen gesellen sich nunmehr jene Gesetzesfabrizierer*innen von FDP und Grünen, die der neuheidnischen Religion huldigen, dass die unterschiedlichen Chromosomen von Mann und Frau eine hinterhältige Erfindung naturwissenschaftlicher Zwangsneurotiker und geschlechtsfixierter Ideologen aus dem vorletzten Jahrhundert seien.

Das alles ist kein Witz. Überlegen Sie, liebe Leserinnen und Leser, sich bitte genau, wen Sie bei nächster Gelegenheit wählen – und wen nicht.

Hinweis aus der Redaktion: Der Deadname von Anastasia Biefang wurde entfernt.