Dresden - Draußen vor dem Haupteingang wummert laute Musik aus den Bässen der protestierenden Antifa aus Dresden und Leipzig. Drinnen, im Hochsicherheitstrakt, haben gerade zwei Sprengstoffspürhunde in der Damentoilette angeschlagen. Die Polizei röntgt die Wand, findet nichts. Entwarnung. „Vermutlich ein Gummipflegemittel“, sagt ein Polizist.

Tag eins im Terroristenprozess in Dresden. Kein Wunder, wenn die Hunde verrückt spielen: Alles ist nagelneu und riecht auch so. Das Gebäude des Oberlandesgerichts am nördlichen Stadtrand neben dem Gefängnis, ursprünglich als Kantine eines Flüchtlingsheimes geplant, ist für 5,5 Millionen Euro zu einem Hochsicherheitsgericht umgebaut worden. Ein neues Haus, nur für diesen Prozess. Am Dienstag hat er begonnen, 90 Zeugen werden befragt, 62 Tage bis mindestens Ende September soll er dauern: Acht Angeklagte aus dem sächsischen Freital, sieben Männer eine Frau, zwischen 19 und 39 Jahre alt. Ihnen wird von der Bundesanwaltschaft versuchter Mord und die Bildung einer terroristischen Vereinigung vorgeworfen.

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