Frankfurt am Main - Hessen hat den Terrorverdächtigen Haikel S. nach Tunesien abgeschoben. Die Bundespolizei habe den islamistischen Gefährder am Vormittag den tunesischen Behörden übergeben, sagte der hessische Innenminister Peter Beuth (CDU) am Mittwoch in Wiesbaden. „Wir haben ihn abgeschoben, erfolgreich abgeschoben.“

Haikel S. wurde von den Sicherheitsbehörden als Gefährder eingestuft und hatte sich über Monate juristisch gegen die Abschiebung gewehrt. Er war dafür bis vor das Bundesverfassungsgericht gegangen. Die Karlsruher Richter lehnten seine Beschwerde allerdings ab mit der Begründung, ihm drohe in seinem Heimatland nicht die Todesstrafe. Auch in Straßburg scheiterte der Gefährder mit seinem Eilantrag vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, doch noch einen Abschiebestopp zu erwirken. (dpa)