Hambacher Forst: Verletzte und Festnahmen bei Protesten gegen Waldrodung

Kerpen - Die Polizei hat bei den Protesten im Hambacher Forst am Samstag mehrere Aktivisten festgenommen, wobei einige leicht verletzt wurden. Es habe 30 Festnahmen gegeben, bei denen sieben Menschen leicht verletzt wurden, zudem seien 52 Platzverweise erteilt worden, sagte eine Aachener Polizeisprecherin in der Nacht zum Sonntag. Kurz nach Mitternacht war die Feuerwehr Kerpen weiter mit der Bergung von zwei Aktivisten beschäftigt, die sich in einem Schacht verschanzt hatten.

Rund 30 Braunkohlegegner hielten über Nacht eine Mahnwache an einer Zufahrtsstraße zum besetzten Gebiet ab. Während der Nacht ist die Polizei mit wenigen Beamten vor Ort. Am Sonntagmorgen soll es gegen 7.00 Uhr mit der Räumung weitergehen.

Der Energiekonzern RWE will im Herbst weite Teile des Waldes abholzen, um weiter Braunkohle baggern zu können. Der Hambacher Forst gilt als Symbol des Widerstands gegen die Kohle und die damit verbundene Klimabelastung. Seit Beginn der Räumung am Donnerstag wurden bis Samstagnachmittag nach Angaben der Polizei 13 von rund 50 Baumhäusern geräumt und beseitigt, in denen sich die Aktivisten verschanzen. (dpa)