Berlin - Es ist erst zwei Wochen her, dass Frank-Walter Steinmeier im NSA-Untersuchungsausschuss des Bundestages aussagte. Der ehemalige Kanzleramtschef und heutige Außenminister sollte darüber sprechen, welche Praktiken deutsche und amerikanische Geheimdienste einst anwandten und was er davon wusste. Vor der Sitzung traten die Obleute der Fraktionen vor die Mikrofone. Doch für die Grünen sprach nicht nur Konstantin von Notz, 45, sondern bald darauf auch einer, der sein Vater sein könnte: Hans-Christian Ströbele, 76 Jahre alt.

Was Ströbele sagte, war nicht so wichtig. Wichtig war zu zeigen, dass er immer noch da ist – oder: wieder da ist. Vor vier Jahren hatte Ströbele den Krebs der alten Männer: Prostatakrebs. Die frühere Parteichefin Claudia Roth hatte ihn kreidebleich und zitternd neben sich im Bundestag sitzen sehen. Es war nicht gewiss, ob der Kollege noch lange leben würde.

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