Harvey Weinstein im Gericht.

Harvey Weinstein (68) ist ein weiteres Mal gescheitert. Ein New Yorker Richter hat einen Vergleich zwischen dem verurteilten Vergewaltiger und früheren Hollywood-Produzenten und einigen Klägerinnen vorerst verhindert. Das Gericht in Manhattan bewilligte die 19-Millionen-Dollar-Vereinbarung nicht. Mehrere Opferanwälte hatten den Deal zuvor abgelehnt. Sie bemängelten unter anderem, dass Weinstein im Zuge der Vereinbarung keinerlei Schuld eingestehen müsse. Außerdem zahle der frühere Filmproduzent die Entschädigungen nicht selbst. Vielmehr würden Versicherungen und Weinsteins frühere Produktionsfirma aufkommen.

Bei dem Zivilverfahren geht es um mutmaßliche sexuelle Übergriffe Weinsteins gegen frühere Mitarbeiterinnen. Der „Pulp Fiction“-Produzent soll weibliche Angestellte zu ungewünschten sexuellen Kontakten aufgefordert oder gezwungen haben. Im Gegenzug soll er ihnen Weiterbeschäftigung oder beruflichen Aufstieg versprochen haben. Der Richter stellte infrage, dass alle Klägerinnen und ihre jeweils unterschiedlichen Fallgeschichten in einem Vergleich zusammengefasst werden könnten. Auch zweifelte er insgesamt die Fairness des Deals an. Es sei „anstößig“, dass von dem Geld auch Anwaltskosten von Weinstein und seiner Partner in Millionenhöhe bezahlt werden sollten.

Hunderte Frauen haben Weinstein sexuelle Übergriffe vorgeworfen. Der frühere Filmproduzent war Ende Februar in New York von einer Jury für schuldig befunden und im März zu 23 Jahren Haft verurteilt worden. Er sitzt diese Strafe derzeit in einem Gefängnis im Bundesstaat New York ab. Im Januar hatte auch die Staatsanwaltschaft in Los Angeles in zwei Fällen Anklage gegen ihn wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung erhoben. In weiteren Fällen wird ermittelt.

Kanye West (43) sind möglicherweise Zweifel an seinem vor zwei Wochen bekannt gegebenen und seitdem mit vielen, eher wirren Wortmeldungen befeuerten Vorhaben gekommen, bei der Präsidentenwahl in den USA anzutreten. Seitdem umgibt den Rapper und schwerreichen Musik- und Modeunternehmer eine dichte Gerüchtewolke. Alle wollen bei dem großen Spiel dabei sein. So berichtete das Promi-Portal TMZ, Wests euphorisch vorangetriebene Kandidatur sei nichts weiter als ein Akutschub seiner bipolaren Störung; Ehefrau Kim Kardashian (39) mache sich große Sorgen. Und im New Yorker Magazin Intellegencer sagte ein Wahlkampfmanager Wests die Kandidatur gleich ganz ab: „Es ist aus!“

Der Kandidat: Kanye West kommt bei den US-Wählern nicht gut an.
Foto: dpa/Michael Wyke

Nun, halten wir uns lieber an die Fakten, so weit das in diesem Fall überhaupt geht. Laut einer landesweiten Umfrage der amerikanischen Beratungsfirma Redfield & Wilton Strategies müsste West alle seine Hoffnungen, so er sie überhaupt noch hegt, fahren lassen: Von den Wählern in den USA würden ihm derzeit gerade einmal zwei Prozent ihre Stimme geben, 52 Prozent nehmen sein Präsidenten-Projekt einfach nicht ernst. In der Umfrage bei 2000 registrierten Wählern liegt der demokratische Herausforderer Joe Biden (77) mit 48 Prozent an der Spitze, während Amtsinhaber Donald Trump (74) auf 39 Prozent kommt.

Shaquille O’Neal (48) zeigt uns das gute Amerika. Der Mann gehört nicht nur zu den besten Basketballspielern der Welt, er ist auch ein guter Pannenhelfer. Als er währende einer Autobahnfahrt einen Unfall sah, so schrieb der zuständige Sheriff von Alachua County, Florida, in einem Facebook-Post, habe O’Neal „angehalten, um zu sehen, ob es der Fahrerin gut ging, und blieb bei ihr, bis die Polizei eintraf“. In dem veröffentlichten Dashcam-Video des Polizeiwagens ist zu sehen, wie der Basketballer auf die Beamten wartet und diese begrüßt – beide stilsicher mit einem Faust-Check, wie die Beamten schrieben. Anschließend verabschiedete sich „Shaq“ und setzte seinen Weg fort.

Shaquille O’Neal bei der Pannenhilfe auf der Autobahn.

Video: Facebook/Alachua County Sheriff