Die Benzinpreise sind so hoch wie nie, Lebensmittelpreise steigen und steigen, und viele bangen jetzt schon, wie hoch ihre Gas- und Stromrechnungen ausfallen werden. Das Leben in Deutschland ist deutlich teurer geworden und für viele einkommensschwache Menschen kaum noch zu bezahlen.

Da klingt er erst einmal gut, dass die Bundesregierung zügig ein Hilfspaket geschnürt hat, und es im Juni einen einmaligen Heizkostenzuschuss geben soll. Alleinlebende mit Wohngeld sollen demnach 135 Euro erhalten, Zwei-Personen-Haushalte 175 Euro. Für jedes weitere Familienmitglied kommen 35 Euro dazu. Für Auszubildende und Studierende mit Bafög sind 115 Euro eingeplant.

Doch reicht das? Eher nicht. Angesichts der Kostenexplosion ist der Heizkostenzuschuss für ärmere Menschen eher ein Tropfen auf den heißen Stein. Zu Recht moniert die Verbraucherzentrale, dass die Zulage angesichts der steigenden Energiepreise mindestens 500 Euro betragen müsste. Und dann ist da noch die Frage der sozialen Gerechtigkeit. Nicht alle ärmeren Haushalte erhalten diese Hilfe der Regierung. Die Einmal-Zahlung erhalten Wohngeld- und Bafög-Empfänger. Viele weitere Geringverdiener bleiben im Regen stehen, sie bekommen gar nichts, auch weil sie beispielsweise keinen Anspruch auf Wohngeld haben oder es in den vergangenen Monaten nicht beantragt haben, wie Alleinerziehende, die einen Teilzeitjob haben. Auch in Berlin gehen viele leer aus.

Es gilt daher nachzujustieren – der Heizkostenzuschuss sollte nicht die letzte Hilfe der Regierung sein. Zügig abgeschafft werden sollte, um die Not vieler zu lindern, die EEG-Umlage. Damit würden die Stromkunden entlastet. Abgeschafft wird die EEG-Umlage, das steht fest, aber erst am 1. Januar nächsten Jahres. Mitte dieses Jahres wäre eine Lösung, auch das würde vielen Menschen helfen.