Die Nachricht kam zur Unzeit. Der Heilige Abend 2018 naht und für die große ZDF-Weihnachtsshow von Helene Fischer, die drei Stunden heile Welt, Musik-Mischmasch und Akrobatik bietet, wird kräftig die Werbetrommel gerührt.

Doch dann gaben Helene Fischer (34) und Florian Silbereisen (37) ihre Trennung bekannt – in gewählten Worten: „So traurig wir darüber sind, dass wir unseren Lebenstraum gemeinsam nicht verwirklichen konnten und Florian und ich nun getrennte Wege als Paar gehen, umso schöner und kraftvoller gehen wir aus dieser bitteren Erfahrung nun als Freunde neue Wege.“ Ein Jahr ist das nun her. 

Die Trennung nach zehn Jahren wurde in Eilmeldungen verbreitet und erreichte im Internet Rekord-Klickzahlen. Und da dürften nicht nur Fans nachgelesen haben.

Witzige Reaktionen gab es auch: In der Wiener U-Bahn stand unter der Trennungsnachricht der Satz: „Wir ersuchen die Fahrgäste, weinenden Fans einen Sitzplatz anzubieten."

Helene Fischer: Ein nationales Phänomen

Warum interessiert die Trennung so viele Menschen? Helene Fischer ist nun einmal – auch wenn nicht alle glücklich darüber sind – Deutschlands erfolgreichste Sängerin.

Laut dem Wirtschaftsmagazin „Forbes“ gehört sie sogar zu den bestverdienenden Musikerinnen der Welt, übertrumpft dabei Céline Dion. Dabei ist Helene Fischer international unbekannt – sie ist ein deutsches Phänomen.

Ebenso wie Florian Silbereisen, der Millionen Fernsehzuschauern vor allem als Moderator von braven Schlager- und Volksmusikshows bekannt ist. Diese beiden doch sehr unterschiedlichen Stars zusammen, das fanden manche herzig, andere unglaubwürdig.

Helene Fischer und Florian Silbereisen schotteten sich ab

Einen Blick hinter die Kulissen gewährte das Paar nie, es schottete die Beziehung von der Öffentlichkeit ab. Unterdessen arbeitete Helene Fischer mit eiserner Disziplin am Aufbau ihres Imperiums.

Sie wurde immer perfekter in Gesang, Tanz und Turnen. Kürzlich bedankte sie sich öffentlich bei ihrer Mutter dafür, dass sie sie als Kind zum Ballett geschickt hatte.

Solche Gefühlsäußerungen außerhalb ihrer Shows kennt man von Helene Fischer eher nicht. Sie scheint manchmal wie von einer Eisschicht überzogen, eine Frau ohne Persönlichkeit.

Umso erstaunlicher war, dass sie sich in diesem Jahr vorsichtig politisch positionierte – nach der Echo-Verleihung und nach den rassistischen Vorfällen in Chemnitz. Zumal Fischer beim Thema Integration eine interessante Seite hat: Sie wurde in Sibirien geboren und kam als kleines Kind mit ihrer Familie aus Russland nach Deutschland, sie wuchs in Rheinland-Pfalz auf.

Helene Fischer gibt Einblicke in ihre Gefühlswelt

Bei einem Konzert in Berlin sagte sie zu ihren Fans: „Erhebt gemeinsam mit mir die Stimmen: gegen Gewalt, gegen Fremdenfeindlichkeit.“

Nun also die öffentliche Trennung mit kleinen Einblicken ins Gefühlsleben. Sie seien „schon eine Weile getrennt, wir haben für uns aber auch erst einmal die Lage sortieren müssen und das braucht Zeit, denn auch wenn die Liebe schleichend geht, wirft man eine Beziehung nicht einfach nach zehn Jahren bedeutungslos hin“.

Und Helene Fischer setzt noch einen drauf. Sie hat bereits einen Neuen. Es ist Thomas Seitel (33), der als Tänzer und Artist seit einem Jahr mit Fischer auf Tour ist. Er wirbelt sie in neun Meter Höhe durch die Luft. Irgendwie aufregender als „der Flori“.

Gemeinsamer Höhenflug

Da könnte man nun viel hinein interpretieren: die beiden fanden sich beim gemeinsamen Höhenflug, er gibt ihr Halt und Sicherheit, damit sie nicht immer die Starke sein muss. Könnte auch ein guter Schlagertext werden. „Atemlos durch die Luft“ oder so.

Nicht ganz so romantisch ist das „pikante Geheimnis“ aus seiner Vergangenheit. Mit dem Übereinanderanziehen von 82 Unterhosen in fünf Minuten kam er in Guinness-Buch der Rekorde.

Doch zurück zur heilen Welt. Trotz der Trennung haben Silbereisen und Fischer noch gemeinsame Pläne, zum Beispiel eine erste gemeinsame TV-Show, davon hätten sie schon immer geträumt. Und der Thomas, der darf sicher auch dabei sein. Dem „Express“ sagte Silbereisen: „Das ist wirklich ein netter Kerl.“