Köln - Die Witwe des früheren Bundeskanzlers Helmut Kohl hat im Dauerstreit gegen dessen Ghostwriter einen neuen Teilerfolg erzielt. Der Autor Heribert Schwan darf zahlreiche weitere Zitate aus seinem 2014 erschienenen Buch „Vermächtnis. Die Kohl-Protokolle“ nicht mehr verbreiten. Das entschied das Kölner Landgericht am Mittwoch. Ansprüche gegen den zu Random House gehörenden Buchverlag Heyne hat Maike Kohl-Richter dagegen nicht. Kohl-Richter und Schwan wollen nach Angaben ihrer Anwälte Berufung gegen das Urteil einlegen. (Az.: 28 O 11/18)

Die im Urteil aufgelisteten Textstellen umfassen nach Angaben einer Gerichtssprecherin mehr als 50 Seiten. Dabei geht es unter anderem um teils deftige Äußerungen Kohls (1930-2017) über politische Mitstreiter - zum Beispiel Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz (CDU), den früheren bayerischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß (CSU) oder auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), die von Kohl „das Mädchen aus der Uckermark“ genannt wurde.

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