„Hey Rezo, du alter Zerstörer“: Amthor verrät Details zu geplantem Video an Youtuber

Berlin - Millionenfach war das „Zerstörung der CDU“-Video des Youtubers Rezo innerhalb weniger Tage abgerufen worden – und brachte die Partei in die Bredouille. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Philipp Amthor wollte antworten – ebenfalls per Video. Seine Partei hatte die Veröffentlichung selbst angekündigt. Doch dann folgte das große Warten und am Ende nichts. Die Parteispitze hatte sich entschieden, lieber mit einem offenen Brief als einem eigenen Video zu antworten.

Nun hat sich Amthor zu seinem kleinen Antwort-Filmchen geäußert, als Gast der Talkshow „Markus Lanz“. Er habe damals aus der CDU-Zentrale den Anruf bekommen, ob er das machen wolle, verrät er. Und dann habe er zugesagt. Zwei Stunden lang habe man gedreht. Den Text habe er gemeinsam mit den Mitarbeitern im Konrad-Adenauer-Haus erarbeitet.

„Erstaunt, wie sehr so ein Video die Gemüter erhitzen kann“

Ob er es denn auf seinem Handy habe, will der Moderator wissen. Doch Amthor sagt, er habe es sich mit Absicht nicht schicken lassen, damit es nicht doch noch durch irgendwelche Umstände veröffentlicht werden würde. „Ich bin auch erstaunt gewesen, wie sehr so ein Video die Gemüter erhitzen kann – sowohl das von Rezo als auch meins“, sagte der CDU-Politiker.

Er reflektiert dann die Reaktion seiner Partei darauf – unabhängig von eben jenem Video: „War es die beste Kommunikation vor der Europawahl? Ich würde sagen, nein.“ Müssten alle Parteien dazulernen, wie man den Ton des Internets trifft? „Ich würde sagen, ja.“

Amthor verrät den ersten Satz

Dass sein Antwort-Video nicht veröffentlicht worden sei, habe nicht an dem Inhalt gelegen, „sondern an der Frage, welches Format ist eigentlich der richtige Weg, um da zu antworten“. Und da habe es einige Sorgen gegeben.

Und dann verrät Amthor tatsächlich noch ein wenig über das Video selbst. Zum Beispiel den ersten Satz: „Den kleinen Spoiler mache ich jetzt“, sagt er und schaut in die Kamera: „Hey Rezo, du alter Zerstörer“. Aber insgesamt sei es vor allem um eine inhaltliche Antwort gegangen, die sich um vier Themenfelder drehte, „die wir auch nicht erst seit dem Youtube-Video diskutieren“: Bildung, Soziales, Klima/Umwelt, Außenpolitik. (rnd)