Berlin - Es ist eines der Delikte, über dessen Verbreitung die Polizei nur wenig weiß: Gewalt in Partnerschaften. Weil sie meist in Wohnungen hinter verschlossenen Türen stattfindet, weil sich Opfer nicht trauen, Anzeige zu erstatten, und weil Nachbarn weghören, wenn etwa Männer ihre Frauen verprügeln, ist die Dunkelziffer groß.

Zumindest die Zahl der bekannten Gewalttaten in Partnerschaften oder von Ex-Partnern ist in Deutschland gestiegen. Das ergibt eine Auswertung des Bundeskriminalamtes (BKA). Demnach gab es im vergangenen Jahr 141.792 polizeilich erfasste Fälle. Das sind knapp ein Prozent mehr als im Jahr zuvor. BKA-Präsident Holger Münch sprach von einem kontinuierlichen Trend und jährlich steigenden Zahlen, als er am Dienstag mit Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) die kriminalstatistische Auswertung Partnerschaftsgewalt für das Jahr 2019 vorstellte.

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