Washington - Bei dem einflussreichen US-Senator John McCain ist Krebs diagnostiziert worden. Bei dem 80-Jährigen sei ein Hirntumor festgestellt worden, teilte sein Büro am Mittwoch (Ortszeit) in Washington mit.

Zuletzt waren die Beratungen des US-Kongresses über eine Reform des Gesundheitssystems verschoben worden, weil McCain sich wegen eines Blutgerinnsels über dem Auge einer Operation unterziehen musste. Im Zuge dieser Operation sei der Hirntumor festgestellt worden, teilte McCains Büro nun mit.

Kombination aus Chemotherapie und Bestrahlung

Wie bildgebende Verfahren belegten, sei der Tumor aber vollständig entfernt worden. Es habe sich bei dem Tumor um ein Glioblastom gehandelt, wurde in der Erklärung die Mayo Clinic in Phoenix im US-Bundesstaat Arizona zitiert. „Der Senator und seine Familie prüfen nun weitere Behandlungsoptionen“, hieß es. Möglich sei eine Kombination aus Chemotherapie und Bestrahlung.

„Die Ärzte des Senators sagen, dass er sich von der Operation 'erstaunlich gut' erholt und seine zugrundeliegende Gesundheit exzellent ist“, hieß es. Auch McCain sei „guter Dinge“ und „zuversichtlich, dass eine künftige Behandlung wirksam sein wird“. Wann McCain in den US-Senat in Washington zurückkehren könne, müsse er noch mit seinen Ärzten klären.

McCain gehört zu den einflussreichsten US-Republikanern. Das Ansehen des Präsidentschaftskandidaten von 2008 beruht nicht zuletzt auf seiner Teilnahme am Vietnam-Krieg. Dabei war McCain 1967 in Gefangenschaft geraten und gefoltert worden und erst nach rund fünf Jahren wieder frei gekommen. An US-Präsident Donald Trump übt McCain immer wieder offen Kritik. (afp)