KLEINE SCHEIDEGG - An diesem klaren Sommermorgen hängt eine weiße Wolke um den Bauch des Felsmassivs von Eiger, Mönch und Jungfrau, so als ob sie sich nicht nach oben traut auf die schroffen Felsen, die Eisabbruchkanten, die Steilwände. Ein kleiner roter Zug ruckelt durch saftige Wiesen behäbig auf das Dreigestirn zu, dann tauchen die Waggons aus dem gleißenden Berglicht ein in die Dunkelheit der Eigernordwand.

Wir sind an Bord der Jungfraubahn, deren Jungfernfahrt am 1. August 1912 vonstattenging. Die Strecke endet auf dem Jungfraujoch, 3 454 Meter über dem Meer. Bis heute wurde kein höherer Bahnhof in Europa gebaut. Noch ist der Zug aber 1 100 Höhenmeter tiefer unterwegs, das Licht des Triebwagens scheint auf rohen Fels. Die Tunnelwand sieht noch genauso aus, wie die Arbeiter sie einst mit Dynamit und Bohrern ins Gestein getrieben haben.

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