Die Abschlusskundgebung des sogenannten „Tag der Freiheit“ wurde von der Polizei aufgelöst, weil die Teilnehmer keine Masken trugen - eine Auflage für die Versammlung. 
Foto: Christoph Soeder/dpa

BerlinGroße Teile von Politik und Medien machen es sich gerade mal wieder leicht. Zehntausende demonstrieren ohne Maske gegen die Corona-Beschränkungen in der Hauptstadt. Die Reaktionen, ablesbar in einem nicht enden wollenden eintönigen Strom von Nachrichten in den sozialen Medien: „Nazis!“, „Pegida“, „Corona-Leugner“, „Covidioten“. Und: „Warum wurde das überhaupt erlaubt?“ Das ist unterkomplex in der Analyse, ideologisch getrieben, fatal für die Zukunft.

Die Versammlungsfreiheit ist eines der wichtigsten Grundrechte, niedergelegt in unserem Grundgesetz, geschützt von der Ewigkeitsklausel. Erschreckend sind da die Tweets von Journalisten und Politikern, die mal eben so in 200 Zeichen die Demonstranten verdammen und ihr Recht auf Protest infrage stellen – ohne zu diskutieren, ernsthaft abzuwägen, vor allem aber: ohne ihnen ein einziges Mal zugehört zu haben.

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