Berlin - Bei Gerhard Schröder war das ganz normal: Der räkelte sich sogar auf dem „Wetten, dass?“-Sofa neben Thomas Gottschalk und zwischen allerlei Hollywood-Prominenz. Schröder liebte die Inszenierung und trug bald den Beinamen des Medienkanzlers. Seine Nachfolgerin legt ihre Prioritäten dagegen anders: Angela Merkel traf mal den Facebook-Chef Mark Zuckerberg, mit dem sie über Hassparolen im sozialen Netzwerk sprach, mal U2-Sänger Bono beim UN-Gipfel 2015 in New York, um über Hilfe für Afrika zu reden. Aber insgesamt sind Show-Auftritte bei Merkel rar.

An diesem Donnerstag ist es erneut soweit: Merkel empfängt Richard Gere im Kanzleramt, freilich in politischer Mission. Der Schauspieler, der als Charmeur in „Pretty Woman“ oder „Ein Offizier und Gentleman“  bekannt wurde, trifft die Kanzlerin in seiner Rolle als Vorsitzender der International Campaign for Tibet. Der 1988 gegründete Verein setzt sich für Demokratie und die Sicherung der Menschenrechte in Tibet ein, sowie für den Schutz von Kultur und Umwelt auf dem „Dach der Welt“.

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