Zeitzeugin Hanni Lévy.
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BerlinIhre Geschichte ist Teil des Films „Die Unsichtbaren - Wir wollen leben“: Die Holocaust-Überlebende Hanni Lévy (95) ist tot. Sie sei in der Nacht zum Mittwoch gestorben, sagte der Filmregisseur Claus Räfle der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Er habe sich noch am Wochenende in Lévys Heimat Paris von ihr verabschieden können. Ihr Tod sei trotz ihres biblischen Alters „furchtbar überraschend“ gewesen. Zuvor hatte die „Jüdische Allgemeine“ berichtet.

Im September hatte Lévy für ihre Verdienste den Berliner Landesorden bekommen. Räfle würdigte die Zeitzeugin, die ihre Geschichte auch Schülern erzählte, als „großartige, herzliche und vor allem mutige Person“, die so viel Versöhnliches beigetragen habe. Räfle erzählte, noch im Januar sei er mit Lévy in New York gewesen. Sie sei mit dem Film um die Welt gereist.

Hanni Lévy beklagte eine zunehmende Fremdenfeindlichkeit in Deutschland

In Räfles Film geht es um das Schicksal von Holocaust-Überlebenden, die sich vor den Nazis verstecken konnten. Lévys Rettung war: Sie wandte sich hilfesuchend an die Kartenabreißerin im Kino, deren Sohn sie zufällig kennengelernt hatte. „Da hat sie gesagt, Sie kommen zu mir“, erzählte sie. „Und dann fingen wir an, miteinander zu leben, wie Mutter und Tochter.“

2018 hatte Lévy auf dem Grünen-Parteitag in Hannover eine zunehmende Fremdenfeindlichkeit in Deutschland beklagt. „Früher hat man gesagt, die Juden sind an allem schuld, heute sind es die Flüchtlinge.“