Ein mehr als 15 Jahre alter Film sorgt aktuell für Furore im Netz: die Tragikkomödie „Die Royal Tenenbaums“. Das liegt allerdings nicht an der Handlung des Films, sondern an dessen aktueller Ausstrahlung im Bordprogramm von Air Berlin.

In einer kurzen Szene des Films küsst Hauptdarstellerin Gwyneth Paltrow eine Frau – an dieser Stelle wurde der Film während des Flugs verpixelt. Ein Fluggast hat die Zensur in einem Handyvideo dokumentiert.

Kritik der LGBT-Community

Die Initiative „Enough is Enough - Open your Mouth“, die sich gegen Homophobie einsetzt, machte den Fall nun auf ihrer Facebookseite publik und kritisiert den Vorfall mit einem kurzen Internetvideo.

Air Berlin hatte sich in der Vergangenheit als LGBT-freundliches Unternehmen präsentiert und auf unterschiedlichen Veranstaltungen – zum Beispiel CSDs und dem lesbisch-schwules Stadtfest - mit seiner Aktion „Your Pride“ geworben, schildert der Beitrag. Dahinter verbirgt sich eine Aktion, bei der die Fluggesellschaft Reisen zu mehr als 60 Pride-Veranstaltungen weltweit anbietet. Nach dem „Royal- Tenenbaum“-Vorfall urteilt die LGBT-Inititative nun auf seiner Facebookseite folgendermaßen über die Fluggesellschaft:  „Euer LGBT-Engagement“ ist verlogen“.

Unternehmen entschuldigt sich für Zensur

Air Berlin hat sich mittlerweile in einer offiziellen Stellungnahme für den Vorfall entschuldigt. Der Kuss sei nicht aktiv von Mitarbeitern des Unternehmens zensiert worden. „Die Zensur der Kussszene im Film „The Royal Tenenbaums“ bedauern wir sehr. Die Tatsache, dass wir das Bordprogramm von einem Dienstleister zur Verfügung gestellt bekommen, entbindet uns natürlich nicht von der Verantwortung für dieses.“

Der Film werde aus dem Programm genommen, da er in dieser Version nicht mit den Grundwerten von Air Berlin übereinstimme, heißt es in dem Schreiben weiter. Zudem sei der Dienstleister angewiesen worden,  diesen Aspekt bei der Filmauswahl zu berücksichtigen, um solche Situationen in der Zukunft zu vermeiden.

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Pride-Veranstaltungen weltweit anbietet. Nach dem „Royal- Tenenbaum“-Vorfall urteilt die LGBT-Inititative nun auf seiner Facebookseite:  „Euer LGBT-Engagement“ ist verlogen“.

Air Berlin hat sich mittlerweile in einer offiziellen Stellungnahme für den Vorfall entschuldigt. Der Kuss sei nicht aktiv von Mitarbeitern des Unternehmens zensiert worden. „Die Zensur der Kussszene im Film „The Royal Tenenbaums“ bedauern wir sehr. Die Tatsache, dass wir das Bordprogramm von einem Dienstleister zur Verfügung gestellt bekommen, entbindet uns natürlich nicht von der Verantwortung für dieses.“

Der Film werde aus dem Programm genommen, da er in dieser Version nicht mit den Grundwerten von Air Berlin übereinstimme, heißt es in dem Schreiben weiter. Zudem sei der Dienstleister angewiesen worden,  diesen Aspekt bei der Filmauswahl zu berücksichtigen, um solche Situationen in der Zukunft zu vermeiden.