München - Nach der CDU hat nun auch die CSU ihr Personal für das nächste Bundeskabinett festgelegt. Für die vier herausgehobenen Regierungsposten – drei Minister und ein Staatsminister – ist der Proporz bis auf eine Ausnahme streng gewahrt. Zwei Jüngere und zwei ältere Erfahrenere rücken ins Kabinett ein. Ein Oberbayer, ein Niederbayer, eine Oberfränkin und ein bayerischer Schwabe. Nur die von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vorgegebene Frauenquote von 50 Prozent bleibt unerfüllt. Es kommen drei Männer und eine Frau.

In Bayern gibt es durch die Ressortbesetzung ein halbes Jahr vor der Landtagswahl einen Wechsel auf dem Generalsekretärsposten, der gleichzeitig erwartbar und überraschend ist. Und ein neues Konfliktfeld könnte sich bei der CDU auftun: Teile der Partei fühlen sich da ohnehin schon bei der Ressortvergabe benachteiligt, weil das Finanzministerium an die SPD und das Innenministerium an die CSU geht. Nun ist klar: Den Posten des Staatsministers für Digitales, der im Kanzleramt angesiedelt sein wird, geht ebenfalls an die CSU.

Ein Überblick über die Postenverteilung: