„Ich dachte nur:  Es darf kein Schuss fallen“

Günter Leo, ehemaliger NVA-Oberst und Stabschef vom Grenzkommando Mitte, behielt am 9. November 1989 die Nerven.

Berlin-Günter Leo ruft nicht zurück, als man ihn über die „Gesellschaft zur Rechtlichen und Humanitären Unterstützung“ um ein Interview bittet. Es handelt sich um einen Verein, in dem sich ehemalige DDR-Bürger zusammengeschlossen haben. Der Verein hat verschiedene Untergruppen, die Arbeitsgruppe Grenze gehört dazu, Leo ist ihr Vorsitzender. Er hat das 34. Treffen der Grenztruppen in Bestensee mitorganisiert. Auf diesem Treffen Ende Oktober ist er zu einem Interview bereit, setzt sich an einen Tisch an der Seite und beantwortet Fragen. Zum Anfang muss er dabei fast schreien, gegen die Arbeiterkampflieder anschreien, die aus den Boxen klingen: „Ich trage eine Fahne“, „Die Internationale“, „Venceremos“.

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