Ahrdorf/Ahrhütte - „Das ist nicht unser Wagen“, sagt die Frau. Mitte 50 mag sie sein, blondierter Kurzhaarschnitt, graue Trainingsjacke. „Wir hatten doch ein kleines Fenster neben dem Wappen.“ Ihr Mann ist skeptisch: „Doch, das ist er, guck doch mal.“ Die beiden stehen auf einer Straße am Hang der Ahr und starren die Böschung hinunter. Unten im Fluss, etwa sieben Meter tiefer, hat sich ein bizarres Knäuel in den Bäumen verkeilt. Unmengen von Hausrat, Bettwäsche, ein kleines Holzhaus – und die Trümmer von gut einem Dutzend Wohnwagen. Einer davon könnte ihrer sein. Vielleicht hat ihn das schmutzig-braune Wasser aber auch längst viel weiter fortgerissen. 20 Jahre lang seien sie aus Köln an den Wochenenden hierhergekommen nach Ahrdorf, erzählen sie noch. Jetzt wollen sie wenigstens verstehen, was aus ihrem kleinen Idyll geworden ist.

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