Krakau/WARSCHAU. - Einen kurzen Augenblick lang muss es still gewesen, bevor Piotr Szczesny am Nachmittag des 19. Oktober 2017 ein Feuerzeug an seine Kleidung hält. Szczesny hat auf dem Platz vor dem Warschauer Kulturpalast eine Aufnahme seines Lieblingslieds „Kocham Wolnosc“ abgespielt. „Ich kann so wenig machen/ Ich liebe und verstehe die Freiheit/ Ich kann sie nicht aufgeben.“

Als der antikommunistische Protestsong verstummt ist, greift Szczesny zu dem Behälter neben sich. Er gießt Brandbeschleuniger auf Haut, Haare und Kleidung. Ein Feuerzeug klickt. Die Fußgänger haben es in der herbstlichen Dämmerung nicht wahrgenommen. Sie hätten nur das Lied gehört und dann den Schrei, sagen sie später.

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