Sabine Rennefanz
Foto: Ostkreuz/Maurice Weiss

Berlin - Ist ein Kind Arbeit? Darüber ist unter jüngeren Feministinnen eine Debatte losgebrochen. Anlass war ein Text der Schriftstellerin Mirna Funk. Auf Instagram hatte sie geschrieben, sie würde ihr Kind nicht als „unbezahlte Reproduktionsarbeit“ bezeichnen, sondern als Wunder. Erziehung sei oft anstrengend, nervig und krass, aber wer das nicht wolle, solle kein Kind bekommen. Viele jüngere Feministinnen reagierten empört. Meine ehemalige Kollegin, Anne Dittmann, widersprach in der Zeitung Welt. Es mache durchaus Sinn, für Reproduktionsarbeit einen „Nachteilsausgleich“ zu erhalten. „Eltern fordern ihn für das Gebären, Bekleiden, Pflegen, Erziehen, Erklären, Ernähren, Bewachen, Organisieren von Terminen, Bilden ihrer Kinder – unabhängig davon, ob sie sie als kleine Wunder betrachten oder nicht“, schrieb die Autorin.

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