Berlin - Der sächsische Bundestagsabgeordnete Siegbert Droese beschäftigt laut einem Medienbericht ein führendes Mitglied der Identitären Bewegung (IB). Wie „Zeit Online“ am Donnerstag berichtete, bestätigte Droese, dass Daniel Fiß aus Rostock für ihn tätig sei.

Den Angaben zufolge sagte er, Fiß sei seit März befristet für zwei Monate für ein Projekt „im Bereich Grafikdesign und -entwicklung“ bei ihm angestellt. Droese teilte laut dem Bericht mit, er nehme vor der Einstellung von Mitarbeitern „keine Gesinnungsprüfung“ vor.

Kritik aus der FDP-Fraktion an Droese

Fiß ist IB-Bundesvorstand. Das Bundesamt für Verfassungsschutz führt die Identitäre Bewegung als Verdachtsfall im Bereich Rechtsextremismus.
Der FDP-Innenpolitiker Benjamin Strasser sagte: „Während das AfD-Haus außen eine hübsche bürgerliche Fassade kriegt, werden die Innenwände weiter braun verkleidet. Wer den Chef der Identitären Bewegung als Mitarbeiter einstellt, unterstützt aktiv die Verfassungsfeinde der Republik.“

Droese teilte der Deutschen Presse-Agentur auf Nachfrage mit, über die Beantwortung der Fragen von „Zeit Online“ hinaus wolle er sich zu der Angelegenheit nicht äußern. (dpa)