Berlin - Die rechtsextreme „Identitäre Bewegung“ ist nach einem Medienbericht in den vergangenen 16 Monaten mit mehr als 100 Straftaten aufgefallen. Zwischen April 2017 und August 2018 registrierten die Behörden 114 Straftaten mit Bezügen zu der Gruppe, wie es in einer dem „Handelsblatt“ vorliegenden Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion heißt.

Zu den Delikten zählen Körperverletzung, Nötigung, Sachbeschädigung, Volksverhetzung sowie Land- und Hausfriedensbruch. Die meisten Straftaten wurden den Angaben zufolge mit je 20 Delikten in Nordrhein-Westfalen und Bayern begangen, gefolgt von Baden-Württemberg (14) und Berlin (12). Dem Bericht zufolge spricht das Ministerium von bundesweit etwa 500 Mitgliedern in 17 Regionalgruppen sowie 100 Ortsgruppen.

Die „Identitäre Bewegung“ ist eine Gruppierung mit französischen Wurzeln, die seit 2012 auch in Deutschland aktiv ist. Sie wendet sich gegen „Multikulti-Wahn“, „unkontrollierte Massenzuwanderung“ und den „Verlust der eigenen Identität durch Überfremdung“. Sie wird vom Verfassungsschutz beobachtet. (dpa)