"Ich bin Berlinerin, und es kann nicht sein, dass man mich Passdeutsche schimpft.": Idil Baydar beim Interviewtermin in Kreuzberg.
Berliner Zeitung/Volkmar Otto

BerlinIdil Baydar ist morgens aus Frankfurt am Main, ihrem derzeitigen Wohnort, nach Berlin geflogen. Sie ist in der Hauptstadt auf Wohnungssuche. Gerade hat sie dem schwedischen Fernsehen ein Interview gegeben. Nun sitzt sie entspannt in einem Café an der Kreuzberger Marheinekehalle. Immer wieder winkt sie Bekannten zu. „Hallo Schwester“ oder „Hallo Bruder“ ruft sie dann mit ihrer markanten rauen Stimme. Kaum sagt sie, dass sie nun Zeit habe, Fragen zu beantworten, klingelt auch schon ihr Handy. Ein niederländischer Journalist will sich mit ihr zum Gespräch verabreden. Die 45-jährige Kabarettistin, die als Nazi-Oma Greta Grischke oder Integrationsalbtraum Jilet Ayse auf der Bühne steht, erhält seit einiger Zeit rechtsextreme Drohschreiben des „NSU 2.0“.

Frau Baydar, Sie werden von Unbekannten mit dem Tode bedroht, sind aber ganz allein zu unserem Treffen gekommen.

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