Immer mehr kremlnahe Putin-Unterstützer kritisieren Putins Entscheidung, in den Ukraine-Krieg gezogen zu sein. Das meldet das Nachrichtenportal Bloomberg. In dem Bericht, der am Mittwoch auf der Internetseite des Portals erschienen ist, heißt es: „Einige Personen in Russlands Elite befürchten, dass die Invasion ein katastrophaler Fehler war – sagen aber zugleich, dass der russische Präsident nicht nachgeben und auch nicht die Macht verlieren wird.“

Fast acht Wochen, nachdem Wladimir Putin Truppen in die Ukraine entsandt habe, seien zunehmend militärische Verluste Russlands zu verzeichnen. Jetzt folge eine internationale Isolation Russlands, was eine kleine, aber wachsende Zahl hochrangiger Kreml-Insider auf den Plan rufen würde, die Putins Entscheidung, in den Krieg zu ziehen, stillschweigend in Frage stellen würde. So das Nachrichtenportal Bloomberg. In dem Text heißt es, dass Blooomberg mit kreml-nahen Personen gesprochen habe, die Kontakt zu Putin hätten, aber anonym bleiben möchten.

In dem Bericht heißt es weiter, dass Putin sich nur noch von Hardlinern umgeben würde. Kritik pralle an ihm ab. Er sei entschlossen, den Krieg zu gewinnen und lasse sich nicht mehr von unabhängigen Analysten beraten. Außerdem heißt es in dem Bericht, dass einige kreml-nahe Personen sagen, dass sie zunehmend die von US-Geheimdienstmitarbeitern geäußerte Befürchtung teilten, dass „Putin zu einem begrenzten Einsatz von Atomwaffen übergehen könnte, wenn er mit dem Scheitern seiner Ukraine-Mission konfrontiert werden würde, die er als seine historische Mission ansieht.“

Insgesamt sei Putins Rückhalt nach wie vor stabil, auch in der Bevölkerung. Doch wachse die Zahl an Kritikern. Vor allem würden diese eine Isolation Russlands und eine harte Rezession wegen der westlichen Sanktionen befürchten.