Berlin - Frauen in Deutschland haben es immer noch schwer, bis an die Spitze von Unternehmen vorzudringen. Auch das geplante Führungspositionengesetz II wird nicht sofort die Welt verändern, sagt Katharina Wrohlich, Leiterin der Forschungsgruppe Gender Economics beim DIW Berlin. Im Interview erklärt die Volkswirtschaftlerin, warum sie es trotzdem für ein wichtiges gleichstellungspolitisches Signal hält.

Berliner Zeitung: Frau Wrohlich, das sogenannte zweite Führungspositionengesetz legt fest, dass es eine Mindestbeteiligung in Vorständen von Frauen in börsennotierten und paritätisch mitbestimmten Unternehmen geben muss – wenn der Vorstand mehr als drei Mitglieder hat. Familienministerin Franziska Giffey hat das Gesetz als „Meilenstein“ gefeiert – ist das nicht deutlich zu hoch gegriffen? Schließlich reicht laut Gesetz eine Frau im Vorstand, der Anteil muss bei größeren Vorständen nicht automatisch erhöht werden.

Lesen Sie doch weiter

Erhalten Sie unbegrenzt Zugang zu allen Online-Artikeln der Berliner Zeitung für nur 9,99 € im Monatsabo.

Jetzt abonnieren

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Oder das E-Paper? Hier geht’s zum Abo Shop.