Cottbus/Berlin - Mit Hausdurchsuchungen am frühen Morgen ist die Polizei nach Medienberichten in vier Bundesländern gegen rechtsextreme Hooligans vorgegangen. Wie der rbb berichtet, waren allein in Brandenburg 30 Objekte betroffen.

Demnach fanden die Durchsuchungen in Brandenburg in Cottbus, Frankfurt, Hennigsdorf und Kolkwitz statt. In Sachsen habe es Durchsuchungen von Wohnungen und Ladengeschäften in Görlitz gegeben, in Mecklenburg-Vorpommern in Kühlungsborn. Auch die Berliner Zeitung „BZ“ berichtet von den Razzien.

Razzien richten sich gegen 20 Beschuldigte

Die Razzien richteten sich laut dem Bericht gegen 20 Beschuldigte. Ihnen werde die Bildung einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen. Mittelpunkt der Aktion sei Cottbus. Laut „BZ“ seien das Ziel Personen der Ultra-Gruppierung „Inferno Cottbus 99“ gewesen, gegen die seit einem Jahr wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung ermittelt werde. Dabei soll es unter anderem um Körperverletzung, Waffen- und Drogenbesitz sowie das Verwenden von verfassungsfeindlichen Symbolen gehen.

Unter den Beschuldigten befinden sich nach rbb-Informationen Rechtsextreme, Hooligans und Kampfsportler. Sie sollen auch mit den Ausschreitungen in Chemnitz im vergangenen Herbst in Verbindung stehen und Kontakte ins Ausland haben.