Berlin - Friedrich Merz hat mit seinen Aussagen zum Grundrecht auf Asyl für mächtigen Wirbel gesorgt. Erst hatte der Kandidat um den CDU-Bundesvorsitz gesagt, Deutschland sei das einzige Land der Welt, das ein Individualrecht auf Asyl in der Verfassung stehen habe. Er forderte eine offene Debatte darüber, ob dieses Asylgrundrecht „in dieser Form fortbestehen“ könne, wenn eine europäische Einwanderungs- und Flüchtlingspolitik ernsthaft gewollt sei. Am Donnerstag ruderte er dann zurück: „Ich stelle das Grundrecht auf Asyl selbstverständlich nicht in Frage, weil wir Politik aus christlicher Verantwortung und vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte machen“, teilte Merz mit. Die Debatte über das Asylrecht ist aber da – und Merz will sie führen. Wir beantworten die wichtigsten Fragen im Faktencheck.