Die Folgen der Kölner Silvesternacht sind auch in ausländischen Medien ein Top-Thema. Oft schlagen die Kommentatoren einen weitaus radikaleren Ton an als die Medien hierzulande. Wo sich die meisten deutschen Journalisten und Politiker zurückhaltend äußern, liegt für die amerikanischen Kommentatoren der Zusammenhang zwischen den massenhaften Übergriffen und der deutschen Flüchtlingspolitik auf der Hand.

Ross Douthat schreibt am Sonntag in der „New York Times“, Deutschland befinde sich am „Abgrund“. Am Agieren der Regierung in Zeiten der Flüchtlingskrise lässt er kein gutes Haar. Es sei dumm, zu denken, Deutschland könne so viele Flüchtlinge, wie derzeit ins Land strömen, integrieren und die Sünden seiner Vergangenheit so wiedergutmachen. Zunächst habe man versucht, sexuelle Gewalt und kriminelle Aktionen an Silvester herunterzuspielen. Und überhaupt sei die deutsche Regierung mehr damit beschäftigt, Facebook und Google in die Schranken zu weisen, als Einwanderung zu überwachen.

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