Herr Braun, Sie sind langjähriger Friedensaktivist, Geschäftsführer der Juristen gegen Atomkrieg und Sprecher des Dachverbands „Kooperation für den Frieden“. Am Sonnabend eröffnen Sie als ein Kopf des „Friedenswinters“ dessen Aktionskonferenz. Aus Sicht der Friedensbewegung: Hat es Ihnen genutzt oder geschadet, mit den umstrittenen Mahnwachen zu kooperieren?

Genutzt, wenn auch nicht konfliktfrei. Das konnte aber auch keiner erwarten. Aber gemeinsam haben wir im Dezember sechs Anti-Kriegs-Demonstrationen auf die Beine gestellt, in Berlin war es mit 4000 Menschen die größte ihrer Art seit Jahren. Wir haben die Aktionen gegen die Müncher Sicherheitskonferenz und die Nato-Politik aktiv unterstützt. Wir suchen in vielen Diskussionen nach gewaltfreien Wegen aus der Ukraine-Krise. Die Friedensbewegung handelt endlich, sie ist aus der Nische gekommen und konnte Kriegsgegner mobilisieren – wenn auch längst nicht genug.

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