Herr Schaller, im Syrien-Krieg war die Zivilbevölkerung von Anfang an ein Ziel der Angriffe durch die Kriegsparteien. Nun wurde, wie zuvor schon in anderen Kriegen, die Bevölkerung etwa in der Stadt Madaja offenbar gezielt ausgehungert. Wo endet in der völkerrechtlichen Bewertung der Kollateralschaden und wo beginnt das Kriegsverbrechen?

Das Aushungern der Zivilbevölkerung als Methode der Kriegsführung ist nach humanitärem Völkerrecht generell verboten. Interessanterweise werden solche Akte nach dem Römischen Statut des Internationalen Strafgerichtshofs aber nur dann als Kriegsverbrechen eingestuft, wenn sie in einem internationalen bewaffneten Konflikt, also in einem zwischenstaatlichen Krieg, begangen werden.

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