BerlinStefan Liebich hat ins KulturGut Marzahn eingeladen, ein Kulturzentrum am Rande der Stadt. Die Gegend verbindet er mit wichtigen Stationen in seinem Leben. Ein paar Minuten entfernt, die Straße runter, befand sich früher das SED-PDS-Büro. Da stand er an seinem 18. Geburtstag im Dezember 1990, um in die Partei einzutreten – in einer Zeit, in der Hunderttausende austraten. Fünf Jahre später, 1995, feierte er im Freizeithof – so hieß das KulturGut damals – seine Wahl ins Abgeordnetenhaus für Biesdorf. Seit 2009 sitzt Stefan Liebich im Bundestag. Bei der Verabredung zu diesem Interview schrieb er in seiner Nachricht, dass er dabei auch über „seine Geschichte mit dem Ministerium für Staatssicherheit“ reden wolle. Das Gespräch findet in einem Raum des KulturGuts statt, mit Filterkaffee, Abstand und offenem Fenster.

Stimmt es, dass Sie als 13-Jähriger von der Stasi angesprochen wurden, um später als Hauptamtlicher zu arbeiten?

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