Herr Tästensen, wie ist gegenwärtig die Situation bei Ihnen im Nordirak?

Die GIZ ist in der kurdischen Provinz Dohuk an der Grenze zu Syrien und der Türkei aktiv. Die Provinz, nur etwas größer als das Saarland, hat normalerweise etwa 1,4 Millionen Einwohner. Aus Syrien sind etwa 85.000 Menschen hierher geflüchtet. Wegen des Vormarsches des Islamischen Staates sind in den vergangenen eineinhalb Jahren 500.000 Iraker dazu gekommen, die hier Schutz suchen. Dabei handelt es sich überwiegend um Jesiden aus dem Sindschar-Gebirge. Es gibt Orte, da leben inzwischen mehr Flüchtlinge als Einheimische. Setzt man Einwohner und Vertriebene ins Verhältnis, dann würde das für Deutschland eine Zahl von 30 Millionen Flüchtlingen bedeuten!

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