Retter durchsuchen an der Absturzstelle die Trümmer. Eine ukrainische Passagiermaschine ist in der Nähe des Imam-Chomeini-Flughafens der iranischen Hauptstadt Teheran abgestürzt.
Foto: Mohammadreza Abbasi/dpa

TeheranDie kurz nach dem Start in Teheran abgestürzte ukrainische Passagiermaschine hat neuen iranischen Erkenntnissen zufolge wegen eines „Problems“ noch versucht, zum Flughafen zurückzukehren. Die Maschine habe sich zum Zeitpunkt des Absturzes bereits auf dem Rückflug befunden, erklärte die iranische Zivilluftfahrt-Organisation (CAO) in einem in der Nacht zum Donnerstag auf ihrer Internetseite veröffentlichten ersten Untersuchungsbericht. Augenzeugen berichteten laut CAO von einem Feuer an Bord der Unglücksmaschine, das an „Intensität zunahm“. Die Maschine verschwand nach Angaben der Ermittler bei einer Flughöhe von 8000 Fuß (2400 Metern) plötzlich von den Radarschirmen, ohne dass der Pilot über Funk über „ungewöhnliche Umstände“ berichtet habe.

Am Donnerstag-Morgen hat der Iran bekräftigt, dass eine technische Ursache zu der Katastrophe geführt haben soll. „Wegen eines technischen Defekts hat die Maschine Feuer gefangen und dies führte zum Absturz“, sagte Verkehrs- und Transportminister Mohammed Eslami der Nachrichtenagentur Isna. Spekulationen über einen „verdächtigen“ Absturz und Gerüchte über einen Abschuss der Boeing 737 oder eine Terroroperation seien alle falsch, sagte der Minister. Wie er zu diesen Erkenntnissen kam, sagte Eslami nicht.

Bei dem Absturz kamen laut iranischen Angaben alle 176 Menschen am Bord ums Leben. Der Iran werde nach gründlichen Untersuchungen die beiden Blackboxen an die Ukraine übergeben, kündigte die Luftfahrtbehörde an. Laut Staatsanwaltschaft in Teheran sollten auch die Überreste der Leichen an die ukrainischen Behörden übergeben werden.