Rom - Giuseppe Conte ist der Mann der Stunde in Italien. Noch ist der parteilose Anwalt nur geschäftsführender Ex-Premier. Doch schon in wenigen Tagen könnte er seine zweite Amtszeit als Ministerpräsident antreten – dieses Mal nicht als Chef einer rechten Populisten-Regierung, sondern einer Koalition der Protestbewegung Fünf Sterne mit den Sozialdemokraten der PD.

Nach tagelangen wirren Verhandlungen und nach einer letzten Sondierungsrunde mit den Parteien bei Staatspräsident Sergio Mattarella verkündete Fünf-Sterne-Chef Luigi Di Maio am Mittwochabend den entscheidenden Satz: Man wolle mit der PD eine gemeinsame dauerhafte Regierung bilden, mit Conte als Premier. Gelingt das, wären Neuwahlen in Italien abgewendet. Ein Sprecher Mattarellas sagte anschließend, Conte sei am Donnerstagmorgen beim Staatspräsidenten einbestellt. Erwartet wurde, dass dieser ihm ein Mandat zur Regierungsbildung erteilt. Die neuen Koalitionspartner müssen dann in den kommenden Tagen eine Mannschaft zusammenstellen und ein Programm erarbeiten.

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