Berlin - Abgeordnete sollen nach dem Willen der Linken ab der kommenden Legislaturperiode in die gesetzliche Rentenversicherung (GRV) einzahlen. Die bisherige Altersentschädigung für Parlamentarier würde damit langfristig abgeschafft, die Altersvorsorge der Politiker um rund 73 Prozent sinken. Die Linke sieht darin einen ersten symbolischen Schritt hin zu einer Versicherung für alle Erwerbstätigen. Das Vorhaben ist richtig. Nur so kann die Altersvorsorge für alle sozial gerecht werden.

Es ist nicht vermittelbar, warum ein Abgeordneter im Schnitt eine Altersvorsorge von rund 3200 Euro monatlich erhält, während der Durchschnittsrentner mit weniger als der Hälfte über die Runden kommen muss. Die Erwerbstätigenversicherung würde diese Ungerechtigkeit beseitigen und dafür sorgen, dass die Parlamentarier erstmals selbst von ihren Entscheidungen für unsere Altersvorsorge betroffen wären. Womöglich würde das am Ende sogar zu einer Steigerung der Durchschnittsrenten führen.

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