Schulkinder (Symbolbild).
Foto: imago/Winfried Rothermel

Berlin - Ein Viertel der 15-jährigen Mädchen und Jungen in Deutschland sind mit ihrem Leben unzufrieden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Unicef-Studie, die das Wohlbefinden von Kindern in 41 EU- und OECD-Ländern untersucht hat. Die Studienautoren des Unicef-Forschungszentrums Innocenti führen verschiedene Gründe an, warum viele Kinder auch hierzulande keine gute Kindheit haben. Einer der Hauptgründe sei Kinderarmut. Der Armutsforscher und Professor an der Universität zu Köln Christoph Butterwegge beobachtet seit über 20 Jahren steigende Fallzahlen. „Ein recht großer Teil der nachwachsenden Generation ist abgehängt, hat wenig Perspektiven und wird an den Rand der Gesellschaft gedrängt. Das finde ich erschreckend“, sagt Butterwegge der Berliner Zeitung.

Unicef bemängelt, dass in rund der Hälfte der reichen Länder mindestens eins von fünf Kindern in relativer Armut lebt. Das deckt sich mit Daten der Bertelsmann-Stiftung. Demnach gelten in Deutschland rund 2,8 Millionen Kinder unter 18 Jahren als arm, was einem Anteil von 21,3 Prozent entspricht. Schon Ende der 90er sei von einer Verjüngung der Armut gesprochen worden, so Butterwegge. Obwohl in unserer Gesellschaft die Meinung vorherrsche, Kinder seien unsere Zukunft, werde von den politisch Verantwortlichen wenig für diese Zukunft getan.

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