Berlin - Die Hoffnungen, die die Menschen in die Corona-Warn-App setzten, war groß. 20 Millionen Euro ließ sich der Bund das Instrument zur Unterbrechung von Corona-Infektionsketten kosten. Dennoch scheint sich das Virus unkontrolliert zu verbreiten, weshalb deutschlandweit ab kommenden Montag ein teilweiser Lockdown gilt. Hat die Corona-Warn-App also versagt?

Nein, meint Anke Domscheit-Berg, Digitalexpertin der Linken im Bundestag. „Jetzt ist die Sternstunde der Corona-Warn-App“, sagte sie der Berliner Zeitung. Das Gesundheitsamt sei bei der Kontaktnachverfolgung auf die Erinnerung der Infizierten angewiesen. „Ich kann sagen, wer neben mir auf einem Geburtstag war oder zu welchen Arbeitskollegen ich Kontakt hatte. Aber niemand weiß, wer mit einem selbst in der Bahn oder im Bus sitzt.“ Hier sei es Aufgabe der App anstelle der Gesundheitsämter, Infektionsketten zu unterbrechen. „Daher ist sie jetzt wichtiger als je zuvor. Aber sie allein reicht nicht aus.“

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