Berlin - Als Melania Trump am 20. Januar neben ihrem Mann auf die Bühne vor dem Kapitol tritt, erkennen kundige Beobachter des amerikanischen Präsidentenwesens ihre Botschaft sofort: Sie hat sich zur Amtseinführung ihres Mannes gekleidet wie einst Jackie Kennedy, als die 1961 ihren Gatten am gleichen Ort, aus gleichem Anlass begleitete. Die modischen Anleihen bei ihrer legendären Vorgängerin fallen seither immer wieder auf, zuletzt bei Melanias Auftritten während der ersten Auslandsreise des Präsidentenpaars.

Jackie Kennedy ist eine Ikone der amerikanischen Zeitgeschichte, wie ihr Mann ein Symbol des Aufbruchs der USA in eine neue, weltoffene, liberale, moderne Epoche. Und ausgerechnet sie hat sich nun Melania Trump zum Vorbild ihrer Rolle als First Lady genommen? Was genau bedeutet diese Botschaft? Dass sie an eine in der Erinnerung der Amerikaner verklärte, glückliche Zeit erinnern, daran anknüpfen will? Oder ist es ein bewusster Kontrapunkt zur Haltung ihres Mannes, dessen politische Agenda, dessen Auftreten im Vergleich zu John F. Kennedy unterschiedlicher nicht sein könnte?

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